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 Inselorte

 

POROZINE

Der Name Porozine kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: der Platz, an dem der Leuchtturm steht (Pharus = Leuchtturm, Faro). Er befindet sich in der Nähe der heutigen Fähranlegestelle. Sie ist für den Besucher der erste bzw. letzte Kontakt zu den Inseln. Auf dem Hügel über der Anlegestelle befinden sich die Ruine des Klosters Sankt Nikolaus und die Reste einer gotischen Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Dort lebten Franziskanermönche, die überwiegend von der Insel stammten.

 

FILOŽIĆI

Am Fuße des Berges Halm (431 m), ungefähr 2 km auf einem nicht-asphaltierten Weg von Dragozetići zu erreichen, liegt Filožići. Durch seine geschützte Lage bleibt die kleine Siedlung meist vom Nordwind Bora verschont. Ganz in der Nähe liegen die zum Dorf gehörenden Felder. Heute sind noch 8 ältere Menschen ansässig, die noch immer ihr gewohntes Dasein führen und somit das fast vergessene Filozići am Leben erhalten. Früher ging ein Weg durch das Dorf, der von Predošćica aus über Dragozetići nach Porozine führte. Es gab auch eine Abzweigung nach Beli, Spuren davon findet man noch im nordwestlichen Teil des Dorfes. Leider ist dieser Weg nach Porozine schwer begehbar, da er teilweise verwildert ist. Wenn Sie diesen Weg bis zu. der kleinen Siedlung „Mala carnika" begehen, dann erwartet Sie 100 m weiter in nördlicher Richtung ein wunderschöner Ausblick auf Porozine, Istrien und die gesamte Riviera Opatija. Weltbekannt ist das Restaurant Uckca für seine wunderbaren Raclette Rezepte .

 

DRAGOZETIĆI

Das Dorf liegt unterhalb eines Hügels und ist somit vor den Windböen der Bora geschützt. Die Südlage am Rande fruchtbarer Karstfelder und die Nähe zu den Wasserlöcher prägten schon seit jeher die Lebensbedingungen der Einwohner. Vermutlich ist Dragozetići eine der ältesten erhaltenen kroatischen Siedlungen der Insel Cres. Ein Grund dafür könnte auch die Nähe zu Istrien sein. Interessant ist Dragozetići sicherlich auch wegen seiner Architektur. Einen Besuch wert ist die Gemeindekirche aus dem Jahre 1863 und die ältere Friedhofskirche aus dem Jahre 1642.

Von dort aus führt ein kleiner Weg zur Pragajena-Bucht. Sehenswert sind neben den Hafenmauern auch einige Fischerhäuser, die aus der Zeit der österreichisch-ungarischer Herrschaft stammen. Ein schmaler, steinerner Pfad führt Sie direkt zum Meer. Auf dem Rückweg zum Dorf steigt der Weg an und man kann sich leicht vorstellen, wie mühsam es für die damalige Bevölkerung war, schwere Lasten vom Hafen ins Dorf zu transportieren. Vor nicht allzu langer Zeit war der kleine Hafen für die Bewohner von Dragozetići die Hauptverbindung zu den umliegenden Dörfern und Inseln. Leider sind fast alle Bewohner in größere Orte auf der Insel oder aufs Festland gezogen.
    
Aber jedes Jahr am 15. August wird Dragozetici wieder lebendig. Viele der ehemaligen Bewohner besuchen mit Freunden und Verwandten das Dorf und feiern ein fröhliches Fest. Falls Sie Gelegenheit haben, kommen Sie nach Dragozetici und probieren den köstlichen Wein mit Schafskäse und Lammfleisch das in Kochtöpfe im Ascheofen gegart wird..

 

IVANJI

Auf dem gleichen Weg nach Beli gibt es an derselben Kreuzung, die nach Sveti Petar führt, eine andere Abzweigung auf der linken Seite nach Ivanje. Die 8 km lange Straße dorthin ist nur teilweise asphaltiert. Das Dorf Ivanji ist die nördlichste noch bewohnte Siedlung auf der Insel und hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 1991 noch 9 Einwohner.15 Gehminuten vom Ort entfernt befindet sich der größte Wasserteich auf der gesamten Insel, genannt „Kosmačev". Am Anfang dieses Jahrhunderts hatte dieser große Wasserteich die Bewohner von Ivanje und dei uinlivfii'mlvn Siedlungen während einet langen Trocken eit vor dem Verdursten gerettet.Die Umgebung ist sehr reizvoll und von den Touristen fast noch unentdeckt.

 

SVETI PETAR

Wenn Sie von der Hauptstraße in Richtung Beli abzweigen, kommen Sie in das kleine Dorf Sankt Petar, das auf halbem Weg zwischen „Krizic" und Beli liegt, ungefähr 100 m unterhalb der Straße. Als besonders sehenswert sind in Sankt Petar einige sehr alte Steineichen zu nennen. Sie wachsen an einem kleinen Vorplatz vor dem Dorf auf der linken Seite. Man hat jetzt festgestellt, daß diese wunderschönen alten Bäume zu den ältesten Steineichen Europas gehören!

 

BELI

Der Ort ist eine frühgeschichtliche Wallburg, die schon seit über 4000 Jahren ständig bewohnt wird. Beli liegt auf der Spitze eines Hügels, der an der Meerseite steil abfällt. Etwa 100 m unterhalb von Beli führt eine alte noch von den Römern erbaute Brücke über ein ausgetrocknetes Flußbett. Bei starken Niederschlägen im Herbst entstehen an dieser Stelle Wasserfälle, die eine einmalige Attraktion auf der Insel darstellen. Wenn Sie von der Brücke aus in die Stadt gehen, können Sie kurz vor dem Stadttor an der linken Seite eingeschossige Viehställe sehen. Einige von ihnen haben immer noch ihre ursprüngliche Form aus prähistorischer Zeit. Wie die meisten Städte aus dieser Zeit war auch Beli von einer Stadtmauer umgeben, die heute nur noch teilweise Stadttoi uu:. ging ein steiU i n i g an dei Loggia vorbei direkt in die Stadt, Sie /reffen auf einen /deinen Platz, an dem vor langer Zeit ein Pranger stund. Ein anschauliches Beispiel für alte Wohnarchitektur ist das Eckhaus, mit seinem äußeren Treppenaufgang und seiner überdachten Terrasse, die „Balatura" genannt wird.

Folgt man den engen Gassen, gelangt man zum größten Platz der Stadt. Er gleicht mit seinen steinernen rund plazierten Bänken einem großen gepflasterten Saal im Freien. „ Über dem Plateau dominiert der mittelalterliche Glockenturm, ein alter, hoher Aussichtsturm. Seine Glocken verkündeten allen Menschen weit und breit sämtliche kirchlichen und zivilen Nachrichten durch ein kompliziertes System akustischer Signale" ( B.Fucic, Apsyrtides). An der Straße, die vom großen Platz nach Süden führt, steht ein Haus, unter dessen Schwelle eine antike Skulptur eingemeißelt ist. Sie stellt den Kopf des legendären ungarisch-kroatischen Königs Abel dar und hat einer Legende nach der Stadt ihren Namen verliehen. Nach dem Stadtrundgang empfehlen wir Ihnen noch einen Abstecher zum Strand hinunter. Sie kommen dorthin über einen steilen Weg, der auch zum Hafen führt. An dem schönen Strand können Sie sich von der ungeheuren Kraft des Windes und des Meeres überzeugen. Grober Kiesel hat fast die ganzen Fischerhäuschen verschüttet. Hinter den Hütten ist ein Olivenwäldchen mit einem kleinen Campingplatz angelegt. Nach dem steilen Rückweg können Sie sich in Beli mit einem Glas Wein erfrischen und nach Belieben mit Hausmannskost stärken.

 

PREDOŠĆICA

Das Dorf liegt am Rande eines kleinen Karstfeldes. Es leben noch 8 Einwohner dort. Für Künstler und Fotografen bietet dieser malerische Ort viele schöne Motive, wie z.B. die restaurierte Kirche am Ortseingang. Die nördlich angrenzenden Felder und Weinberge geben dem Dorfbild einen ganz besonderen Reiz. Auch wirkt es sehr sauber und einladend auf Besucher.

 

VODICE

Der Name Vodice wird vom kroatischen „Voda" (Wasser, Quelle) abgeleitet und sagt aus, daß das Dorf eine Wasserquelle besitzt. In Vodice leben noch 12 Einwohner. Etwa 1 km südlich vom Dorf steht an der Straße ein Denkmal, welches darauf verweist, daß an dieser Stelleder 45. Breitengrad vorbeiführt. Ein altes Küstendorf am Fuße eines steilen Abhangs. Schon seit sehr langer Zeit hat das Dorf eine wichtige verkehrsgeografische Funktion inne. Hier ist die kürzeste Verbindung über die See von Cres nach Krk. Einen historischen Nachweis für die Benutzung dieses Seeweges gibt es aus dem Mittelalter, was man dem Statut von Krk aus dem 13. Jahrhundert mit seinen Ergänzungen aus dem 15. Jahrhundert entnehmen kann. Wahrscheinlich wurde dieser Seeweg aber schon in der Antike benutzt. Heute ist das kleine Dorf vor allem noch im Sommer bewohnt.

 

CRES

Die Stadt Cres, Sitz der Verwaltung, ist mit 2234 Einwohnern der größte Ort auf der gleichnamigen Insel und der zweitgrößte des gesamten Archipels. Ihre Lage, im nördlichen Teil einer ruhigen, tiefen Bucht, schützt den Hafen besonders gut vor Stürmen. Deshalb entstand südlich der Siedlung ein moderner Yachthafen (Marina), der viele Bootsanliegeplätze und die dazugehörigen Dienstleistungen anbietet. Man könnte Cres auch als „kleines Venedig" oder als „Inselvenedig" bezeichnen, denn auf den Fassaden und Türschwellen sind Wappen aus venezianischer Zeit zu sehen, die Berufsstände der damaligen Bewohner symbolisieren, z.B. Bauer, Schmied, Fischer und andere Berufe. Mit etwas Phantasie können Sie bei einem Spaziergang durch die Altstadt das mittelalterliche Treiben nachempfinden.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt stellt der „Mandrac" dar. Er ist ein Hafen im Hafen, ein kleines inneres Becken für Boote und kleinere Schiffe. Der „Mandrac" reicht bis zum Marktplatz und bildet somit das Zentrum der Stadt. Die Pastelltöne der Creser Häuserfronten, die den Mandrac umschließen, erzeugen mit den weißen Booten ein Bild voller Ruhe und Schönheit.
Der historische Stadtkern war in früheren Zeiten von einer Stadtmauer umgeben. Einlaß wurde nur durch die Stadttore gewährt.

Das Haupttor führte direkt auf den bereits erwähnten Marktplatz am Hafen. Seine heutige Form im Stil der Renaissance erhielt das Stadttor bei seiner Erneuerung im Jahre 1552. In der jetzt leeren Nische über dem Tor stand einst der Venezianische Löwe, der jedoch nach dem Fall der Venezianischen Republik 1797 entfernt und im Meer versenkt wurde. Heute stehen anstelle der mittelalter-lichen Stadtmauer zu beiden Seiten des Stadttors Häuser. Vor dem Stadttor, direkt am Hafen, wurde im 16. Jahrhundert die städtische Loggia errichtet, eine Bogenhalle auf schlanken Säulen. Hier spielte sich seit jeher das öffentliche Leben ab.

 

LOZNATI

Loznati liegt 3,5 km südöstlich von Cres. Dank seiner Nähe zu dieser Stadt zählt der Ort immer noch 37 Einwohner. Er ist bekannt für seine hervorragenden Lammspezialitäten. In der Gegend von Lovreski, östlich von Loznati, stößt man auf historische Spuren. Dort befinden sich die Reste einer antiken und frühchristlichen Siedlung. In ihrer Mitte erheben sich noch heute die Mauern einer Kirche aus dem 6. Jahrhundert. Sie war dem Heiligen Märtyrer Laurentius geweiht. Obwohl diese Siedlung im Laufe der Zeit verlassen wurde, blieb die Bruderschaft des Heiligen Laurentius, die älteste der Bruderschaften auf Cres, dort weiter bestehen. Sie wurde erst unter der Herrschaft Napoleons aufgelöst.

 

KRCINA 

Der Ort befindet sich an der Inselhauptstraße, nördlich der Abzweigung nach Valun und Lubenice. Seit einiger Zeit - zumindest im Sommer - ist Krcina wieder ein bewohntes Dorf. Krcina hat einen sehr guten Ruf für seine ausgezeichnete Küche.

 

Wer sich einmal die Gegend von zuhause aus anschauen möchte sollte sich im Internet einmal eine Webcam Rabac/Kroatien anschauen.

 

VALUN

Liegt am südlichen Ende der Creser-Bucht, an einem steilen Hang, der Bora ausgesetzt. Die Bewohner des alten Dorfes „Bucev", das sich oberhalb des jetzigen Valuns am Friedhof befand, fühlten sich mit der Zeit immer mehr zur Küste hingezogen. So entstand allmählich der neue Ort Valun und das frühere Bucev geriet immer mehr in Vergessenheit, An der Abzweigung nach Lubenice liegt die Kirche Sankt Markus, auf dem (Schiel des damaligen Bucevs. Dies ist übrigens ein guter Ausgangspunkt für eine Besichtigung Valuns.

Vor der Fassade dieser Kirche steht eine Vorhalle aus gemauerten Säulen. In ihr wurde die berühmte Platte von Valun gefunden, eine zweisprachige Grabinschrift aus dem 11. Jahrhundert, die für die Wissenschaft von großer Bedeutung ist. Sie wurde in zwei Schriftarten abgefaßt, wobei ihre Schriftzeichen in eine Kalksteinplatte eingemeißelt wurden. Diese Platte befindet sich heute in der Valuner Pfarrkirche, in der man diese historische Rarität besichtigen kann. Vom ehemaligen Bucev sind außer der erwähnten Kirche des Heiligen Markus nur noch der Dorffriedhof und das alte Wasserloch „Bućevska lokva" erhalten geblieben.

Nachdem Sie den Ursprung des Dorfes Valun erlebt haben, können Sie nun von Bucev aus in das heutige Valun hinuntergehen. Bevor Sie jedoch am Meer ankommen, sollten Sie unbedingt den Ausblick auf die Stadt genießen. An dieser Stelle kann man die ganze Schönheit Valuns mit dem kleinen Hafen und den aneinandergereihten Häusern erkennen. Empfehlenswert ist es, das Auto am oberen Parkplatz abzustellen und zu Fuß in den Ort hinunter zu gehen, genießen Sie dabei das beeindruckende Panorama von Valun. Am Hafen angelangt führt ein schmaler Weg zum Dorfstrand und zu einem kleinen Campingplatz. Ungefähr 700 m westlich vom Dorf, befindet sich ein weiterer Strand mit hellen Kieselsteinen und einem blauen, kristallklaren Meer. Heute hat Valun noch immer 68 Einwohner.

Wichtige kulturgeschichtliche Objekte:

1. Markuskirsche, ehemalige Dorfkische von Bćeu und jetzige Friedhofkirsche, Dort befindet sich ein Kindergrab das mit zwei Engelsskulpturen geschmückt ist. Der
eine Engel hält ein Brot in der Hand. der andere eine Taube. Nach einer Legende stürzte das Kind vom Balkon, als es Tauben mit Brot füttern wollte und sich dabei zu weit nach vorne gebeugt hatte. Das Haus, in dem dieses Unglück geschah, ist das größte am Hafen und wird von den Valunern „Pal-ace" genannt.

2. Die Grabplatte von Valun. Sie befindet sich in der Pfarrkirche von Valun, mit einer zweisprachigen Grabinschrift aus dem 11. Jahrhundert. Die erste Zeile ist in kroatischer Sprache, aber in der älteren Form, der slawischen Schrift geschrieben, in der sogenannten „runden" Glagolica TEHA SING V (NV) KG JUNA . Die zweite und dritte Zeile sind in mittelalterlichem Latein geschrieben mit mittelalterlich/lateinischen Buchstaben, der sogenannten „Karolina-Schrift". Die Grabinschrift beinhaltet die kroatischen Namen von Familienmitgliedern dreier Generationen, die alle in demselben Grab beigesetzt wurden, z. B. die Großmutter Teha, ihr Sohn Bratohna und der Enkel namens Juna. Diese Zweisprachigkeit gibt uns einen Aufschluß über die ethnische Lage auf der Insel Cres im 11. Jahrhundert. Damals setzte sich die Bevölkerung aus Einheimischen mit romanischer Sprache und kroatischen Einwanderern zusammen.

3. Das glagolitische Lapidarium. Dort sind in den Wänden über den Tischen Kopien der ältesten glagolithischen Inschriften aus Istrien, Kvarner und Dalmatien eingemauert.
 

 

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